Sport

Skandinavien ist bekanntlich eine Region, aus der unzählige erfolgreiche Sportler kommen. Vor allem im alpinen Bereich gewinnnen sie Jahr für Jahr Medaillen von Bronze bis Gold. Hier findest du ein paar Fakten zum Sport und wie die Skandinavier ihren Sport in der Freizeit gestalten.

Trend: Plogging

Plogging = plocka (sammeln/aufheben) + Joggen

          

            Plogging ist ein Trend, der aus Skandinavien kommt. Dabei kombiniert man Laufen mit kurzem Stehen bleiben und Müll aufheben. Der Läufer hat eine Tüte dabei, die sich bei jedem Teilchen Müll mehr füllt. Sinn und Zweck dieser neuen Sportart ist es, Umwelt schützen und Trainieren miteinander zu vereinen, damit mehr Leute angeregt werden die Umwelt von Müll zu befreien. Super Aktion!

Trend: E-Sports

E-Sports ist ein Begriff, der sich in der Welt der Sportfans bereits einen Namen gemacht hat. Hierbei handelt es sich um einen sportlichen Wettkampf mit Hilfe von Computerspielen. Meistens werden diese jeweils im Mehrspielermodus ausgetragen. Eines der bekanntesten Beispiele im E-Sport ist die League of Legends Weltmeisterschaft. Ein bekannter Spieler in dieser Disziplin ist der junge Däne Rasmus Winther, der zu den Ausnahme-Könnern auf seiner Position, der sogenannten Mid-Lane, zählt. Er brachte sein Team Fnatic nach einer nicht so erfolgreichen Phase wieder an die Weltspitze.

E-Sports als Schulfach?!

In einer norwegischen Schule in Bergen ist dies schon seit 2016 Realität. In 5 Unterrichtsstunden pro Woche wird in der Schule "Garnes Vidaregåande Skule" E-Sport angeboten - als Alternative zu anderen Wahlsportfächern. Mehr dazu findest du in unserem Blog. 

Skination Norwegen

Norwegen gilt als Skination schlechthin. Obwohl die Ursprünge des Skifahrens auf China und Russland während der Altsteinzeit zurückzuführen sind, so verwendeten die skandinavischen Völker die Skier erstmals so, wie wir es heute kennen. In Norwegen wurde Skifahren erstmals als Spaßgebrauch und für Rennen verwendet. Dies geschah in Morgendahl in der Region Telemark. So entstanden in Norwegen auch die ersten richtigen Skier, die die Vorläufer von unseren heutigen modernen Skier sind. In den 1890er Jahren erfuhr das Skifahren einen regelrechten Beliebtheitsboom, sodass norwegische Skier in die ganze Welt exportiert wurden. Kein Wunder also, dass aus Norwegen so viele erfolgreiche Sportler stammen - den Norwegern wird die Leidenschaft fürs Skifahren praktisch in die Wiege gelegt.

Der Vasa-Lauf in Schweden

Der Vasa-Lauf (schwedisch: Vasaloppet) ist das weltweit größte Skilanglauf-Rennen und eines der beliebtesten Events im Winter. Hierbei müssen die Skilangläufer eine Strecke von stolzen 90 Kilometern zurücklegen. Lies alles wichtige über den Vasa-Lauf in unserem Blog.

Volkssport Glíma

Glíma ist eine isländische Variante des Ringkampfes, die vor allem in Island ausgeübt wird. Über die Zeit hat die Sportart auch an Beliebtheit in den anderen skandinavischen Ländern und darüber hinaus dazu gewonnen. Glíma wird traditionell im Freien ausgeübt und unterscheidet sich durch folgende Regeln vom klassichen Ringkampf:

0. Die Ringer begrüßen sich mit Handschlag.
1. Die Ringer müssen sich ständig in einer aufrechten Haltung befinden.
2. Die Gegner umrunden sich während des Kampfes ähnlich wie in einem Walzer, d.h. sie bewegen sich im Uhrzeigersinn umeinander. Dieses Umrunden wird  "Stigandi" genannt.
3. Die Ringer sind dazu angehalten, fortwährend über die Schultern des Gegners zu blicken, denn das Glíma wird eher als Herausforderung von Berührung und Gefühl anstatt des Sehens betrachtet.
4. Es ist nicht gestattet, gewaltsam auf den Gegner zu fallen oder sich auf ihn zu werfen bzw. ihn gewaltsam zu Boden zu drücken.
5. Man verwendet einen speziellen Gürtel, den "Glímabelt".
6. Die Ringer verabschieden sich nach dem Ringkampf wieder mit Handschlag.

Das Umrunden bewirkt, dass es im Vergleich zum normalen Ringen beim Glíma verstärkt um die Aspekte  Gewandtheit und Geschick anstatt um Kraft geht.

 

Färöischer Rudersport

Rudern ist neben dem Fußball die wichtigste Sportart der Färöer Inseln. Hier wird jedes Jahr in 6 verschiedenen Kategorien die Rudermeisterschaft ausgetragen. Die Färöischen Ruderer haben einen straffen Zeitplan, da die Trainingszeiten wetterbedingt sehr kurz sind. Es gibt bei der Rudermeisterschaft keinen internationalen Preis und auch keinen Vertrag mit Europa für die Ruderer, die sie anstreben könnten. Ihnen geht es dabei ausschlißelich um die Ehre. Die Rennenstrecken im Rudern haben eine Distanz zwischen 1000 und 2000 Metern und werden unabhängig von Wetterumschwüngen gefahren. Ein Teil der Rennen wird sogar auf offener See durcheführt, wodurch die Teilnehmer starkem Wind ausgesetzt sind. Auch die sich aufbäumenden Wellen spielen eine wichtige Rolle und können großen Einfluss auf die Ergebnisse haben. So sind die Regeln der Wettkämpfe und es ist manchmal unfair für die eigentliche bessere Mannschaft. Aber das Rudern auf den Färöer Inseln trotzt numal jedem Wetter.

Frauenmarathon in Finnland

Während der Sommer- und Herbstsaisoin finden fast jede Woche in verschiedenen Teilen Finnlands Marathons und andere Lauf- und Gehwettbewerbe statt. Hierzu gehört auch der 10 km lange Volkslauf „Naisten kymppi“ für Frauen, der jährlich im Mai in Helsinki stattfindet. 2019 findet er zum 35. Mal statt und hat sich mittlerweile zu einer Massenveranstaltung mit bis zu 20.000 Teilnehmerinnen entwickelt. Die Veranstaltung ist somit das größte und älteste Sportevent für Frauen in Finnland. Doch nicht nur finnische Frauen können am Marathon teilnehmen - Frauen aus der ganzen Welt nehmen daran teil und befinden sich auch unter den Zuschauern, um die schöne Atmosphäre an diesem Tag mitzuerleben. Diese wird durch kleine Konzerte, Events und anderen künstlerischen Darbietungen entlang der Strecke zu einem Erlebnis.

Lies mehr über Sport in Skandinavien in unserem Nord-Blog: