SKANDINAVIEN

Misty Forest Reflection

 

„Zauberwort Skandinavien“
 

Auf dieser Seite geht es um Skandinavien insgesamt. Was beschreibt dieser Begriff, der für Fans ja eine Art Zauberwort ist, eigentlich genau? Was denken die Skandinavier übereinander? Welche Formen der Zusammenarbeit gibt es - und wo agiert doch lieber jede Nation für sich?

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Definition
  • Die Aufgabe Skandinavien zu definieren ist nicht ganz unkompliziert, und es gibt keine eindeutige Antwort dazu. Man redet oft über drei verschiedene Definitionen:
    Geographisch betrachtet, und ganz unabhängig von Ländergrenzen, Volksgruppen und Sprachen, ist Skandinavien die größte Halbinsel Europas – die Skandinavische Halbinsel. Dazu gehören die Länder Norwegen und Schweden sowie der nordwestlichste Teil von Finnland.

  • Aus einer geologischen Perspektive ist Skandinavien eine zusammenhängende Landmasse, die Norwegen, Schweden, Finnland und die Halbinsel Kola umfasst. In diesem Zusammenhang benutzt man auch den Namen Fennoskandinavien.


Die Steholmer Burgruine–Beschützer und Szene

kultur vereinigt

Die häufigste und bekannteste Definition hat mehr mit Kultur und Geschichte zu tun. Wenn die meisten Menschen in Deutschland von Skandinavien sprechen, meinen sie die fünf Länder Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und Island sowie die Inselgruppen Färöer und Åland.

Auch zur Herkunft des Namens gibt es verschiedene Theorien. Eine stammt aus der germanischen Göttin Skadi, die Göttin der Jagd und Winter in der nordischen Mythologie. Andere sehen den alten lateinischen Namen der Provinz Schonen in Südschweden als Ursprung: Scadinauia. Für die Römer war tatsächlich alles Scadinauia, was nördlich von Germanien lag.  Der Name Skandinavien bedeutet etwa „die gefährliche Halbinsel“ – Grund dazu ist vermutlich die verräterischen Meeresströme, die um die schonische Halbinsel Skanör/Falsterbo lauern.

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Zusammenarbeit
seit unvordenklichen
zeiten

  • Seit der Kalmarer Union und deren Vorgänger im 14. Jahrhundert haben die skandinavischen Länder miteinander gemeinsame Sache gemacht. Die heutige Zusammenarbeit gründet sich auf gemeinsames Kulturerbe, Geschichte und die gemeinsamen Wertvorstellungen im Hinblick auf Menschen, Demokratie und Gerechtigkeit.
     

  •  Zur Hilfe hat man vor allem den Nordischen Rat und den Nordischen Ministerrat, beide mit Sitz in Kopenhagen. Der Nordische Rat wurde 1952 gegründet, und heutzutage repräsentieren 87 Abgeordnete die fünf Mitgliedsstaaten Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark und Island sowie die autonomen Gebiete Färöer, Grönland und Åland.
    Die Arbeit wird in verschiedenen Fachausschüssen koordiniert, u.a. Kultur/Bildung, Sozialwesen, Umweltschutz/Nachhaltigkeit, Wirtschaftswachstum und Entwicklung.
    Jedes Jahr vergibt der Rat Preise für bedeutende Leistungen in Literatur, Musik, Film, Natur- und Umwelt, und seit 2013 gibt es auch einen Kinder- und Jugendliteraturpreis. Die Preisen bringen hohem Renommee und einem Preisgeld mit.                          

grenzüberschreitende
gemeinschaftsarbeit

  • Im Nordischen Ministerrat, der 1971 gegründet wurde, kooperieren die Regierungen der nordischen Staaten. Ein Erzeugnis des Rats ist das Nordische Umweltzeichen, in Skandinavien kurz „Der Schwan“ genannt. Der Nordische Schwan ist ein Typ-I-Umweltzeichen (ISO 14024) und das offizielle Umweltzeichen der nordischen Länder. Es wurde 1989 ins Leben gerufen und umfasst etwa 60 Produktgruppen. Der Bekanntheitsgrad des Zeichens ist in Skandinavien sehr hoch und kann mit dem Blauen Engels in Deutschland verglichen werden.
     

  • Die Nordische Passunion ist eine Übereinkunft zur Erleichterung der Grenzüberschreitung zwischen den beteiligten Staaten, außer Grönland. Große Teilen der Union sind heute vom Schengener Abkommen ersetzt worden, allerdings gibt die Nordische Passunion den Mitgliedern weitgehendere Rechte.
     

  • Island, Grönland und die Färöer bilden zusammen den Westnordischer Rat, der dem Nordischen Rat ähnelt, aber viel kleiner ist und teilweise mit anderen Fragen arbeitet.
     

  • Zur weiteren Zusammenarbeit gibt es auch den Skandinavischen Forschungsrat für Kriminologie, wo Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island Mitglieder sind. Der Rat arbeitet damit, die kriminologische Forschung in den Mitgliedsländern zu fördern und die Regierungen in kriminologischen Fragen zu beraten.

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Mehr über Schweden in unserem Nord-Blog:

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Schweden

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